Eigentlich heißt der Weg ja "Wanderweg Deutsche Weinstraße", aber häufig wird er auch einfach nur mit "Weinwanderweg" ausgeschildert. Heute ging es von Bockenheim bis nach Bad Dürkheim, eine anspruchsvolle Strecke von 25 Kilometern und etwa 600 Höhenmetern bergauf.
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| Das Logo unseres Wanderwegs |
Dass ich überhaupt diesen Weg in 5 Etappen wandere, geht auf eine Initiative meines Mitwanderers
Ralf zurück. Er platzierte die Idee, ich plante die einzelnen Abschnitte mit einer zentralen Unterkunft nahe am Bahnhof von
Neustadt an der Weinstraße. Die Suche nach einem Termin gestaltete sich dann - wie das bei Rentnern ja vorkommen kann - außerordentlich schwierig. Am Ende blieb nur das Osterwochenende und wir haben beide tatsächlich von unseren Frauen die Erlaubnis bekommen.
Das mit der An- und Abreise per Bahn und Bus ging heute schon mal schief: In Freinsheim sind wir beim Umsteigen in den falschen Zug gestiegen! Es war die richtige Regionalbahn - aber die falsche Richtung. Wir konnten das relativ gut korrigieren durch eine alternative Route und eine Taxi-Fahrt, so dass wir nur mit einer halben Stunde Verspätung starten konnten. Zusätzlich wurde uns ein halber Kilometer Anmarsch vom Bahnhof zum Startpunkt der Wanderung erspart. Gestartet sind wir am Haus der deutschen Weinstraße und dort in der Nähe fanden wir gleich zum Start unseren täglichen Cache.
Der Weg führte im Wesentlichen über landwirtschaftliche Wege durch die Weinberge. Häufig waren diese asphaltiert - das war dann nicht so schön. Es gab aber immer wieder tolle Ausblicke bis hinüber zum Schwarzwald. Von den Rebstöcken war um diese Jahreszeit noch nicht viel zu sehen, aber ab und zu gab es vereinzelte Obstbäume, die voll in der Blüte standen.
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| Endlose Weinanbauflächen, blühende Obstbäume |
Zum Mittagessen kamen wir gerade noch rechtzeitig in der
Burgschänke von
Neuleiningen an. Die Schänke schloss um 14 Uhr und wir waren um 13:35 Uhr da. Der Koch erlaubte uns, noch etwas Kleines zu bestellen - aber so klein war das gar nicht ...
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| Deftiges Mittagessen |
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| Neuleiningen mit Burg |
Am Nachmittag hatten wir dann eine etwas ärgerliche Streckenführung über etwa zwei Kilometer auf dem Radweg einer vielbefahrenen Landstraße. Aber wir konten auch eine weitere Burg und ein paar improvisierte Weinschänken am Wegesrand entdecken.
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| Eine von mehreren Weinschänken am Wegesrand |
Zum Abschluss der Wanderung ging es über den südlichsten Teil des Höhenzugs
Haardt bis nach Bad Dürkheim hinein. Die Lage heißt "Spiegelberg", ist sehr sonnenverwöhnt und man hat beste Aussichten zu beiden Seiten, weil man auf dem Kamm entlang läuft. Hier verlief früher wohl schon eine Römerstraße - mehrere Info-Tafeln wiesen darauf hin. Bad Dürkheim hat uns danach sehr gut gefallen mit Gradierwerk, Riesenfass und Kurpark.
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| Im Kurpark von Bad Dürkheim |
Besonders gefallen hat uns aber am Ende noch der
Wurstmarktbrunnen vor dem Bahnhof. Er zeigt das Pfälzer Leben in seiner Buntheit und Lebensfreude während des Weinfestes "
Wurstmarkt". Ein Glas Wein ist häufig dabei, aber manchmal ist es auch nur das Essen (wie bei den beiden Hunden mit der Pfälzer Bratwurst ...)
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| Brunnen vor dem Bahnhof Bad Dürkheim |
Von hier geht es morgen früh weiter!
Lieber Jan, zumindest in meinem Fall trifft freudige, ermunternde Zustimmung besser zu als Erlaubnis - warum sollte ich so eine wunderbare Osterwanderung nicht „erlauben“ ? Gutes Wandern weiterhin Euch beiden, Doris
AntwortenLöschenLiebe Doris, vielen Dank für die guten Wünsche zum Wandern - es macht wirklich Spaß. Und entschuldige bitte die Wortwahl: Einverständnis wäre sicher besser gewesen!
LöschenLiebe Grüße
Jan