Sonntag, 5. April 2026

Weinwanderweg, Etappe 3

Ich beginne mal mit einem Ostergruß aus unserem Hotel: Die Kissen in Häschenform fand ich richtig niedlich!

Ostergruß aus unserem Hotel

Die Strecke ging heute von unserem Hotel in Neustadt an der Weinstraße zum Haltepunkt Siebeldingen-Birkweiler. Mit mehr als 25 Kilometern Länge und mehr als 800 Höhenmetern bergauf war es eine sehr harte Etappe, für die wir fast 9 Stunden brauchten (8:25 - 17:15 Uhr). Das Wetter war besser als angesagt, denn es schien fast den ganzen Tag die Sonne. Die Wege waren wie gestern mit einem hohen Straßenanteil, aber bei dem guten Wetter konnten wir den Ausblick diesmal richtig genießen. Außerdem waren die Weindörfer gefühlt hübscher als gestern.

Unsere erste Trinkpause machten wir nach etwa 6 Kilometern direkt mit Sicht auf das Hambacher Schloss. Wir sind nicht direkt am Schloss vorbei gelaufen - deshalb stellte sich die Frage eines Museumsbesuches noch nicht. Eventuell holen wir den Schlossbesuch am letzten Wandertag nach, wenn die Zeit es erlauben sollte.

Hambacher Schloss

Das Weindorf St. Martin hat uns bisher am besten gefallen. Jedes Haus sah einfach hübsch aus, eine tolle Atmosphäre. Ralf war auch besonders von der Kirche angetan, in der es noch originales Gestühl aus dem 15. Jahrhundert geben soll. Eine Kirchenbesichtigung gab es allerdings nicht, weil gerade Messe war.

Kirche in St. Martin

Straßenbild in St. Martin


Beim zweiten großen Anstieg noch vor der Mittagspause überraschte mich Ralf mit einem Ostergruß von Doris in der Form zweier Schokoladenhasen. Wir haben die beiden Hasen ratzfatz verputzt, genau der richtige Kalorienschub zur richtigen Zeit. Danke Doris!

Osterhasen von Doris

Die Mittagspause verbrachten wir auf der Sonnenterrasse eines Tennisclubs. Das Restaurant dort versorgte uns mit Käsespätzle für mich und Currywurst für Ralf - beides sehr lecker. Die Riesling-Schorle wird inzwischen zum Standard für mich.

Mittagspause beim Tennisclub

Etwa eine Stunde nach der Mittagspause kamen wir an der Villa Ludwigshöhe vorbei. Dieses Schloss war einmal die Sommerresidenz von König Ludwig I. von Bayern und ist heute ein Museum. Hier haben wir aus Zeitgründen auf einen Besuch verzichtet. Das Schloss wurde kürzlich renoviert und nach den Erfahrungsberichten ist seither der Besuch uninteressanter geworden - wahrscheinlich haben wir also nicht viel verpasst.

Villa Ludwigshöhe

Der Rest des Weges wies endlich noch ein paar Strecken auf, wo der Weg als Trampelpfad durch den Wald verlief. Davon hätten wir uns mehr gewünscht - aber das passt natürlich nicht zum Thema Wein. Es ereigneten sich noch zwei Anekdoten, die nicht fotografisch festgehalten wurden:

Bei der letzten Trinkpause habe ich mein GPS-Gerät liegen gelassen und musste 400 Meter bergauf zurücklaufen. Noch schlimmer war der Automat auf dem Bahnsteig im Hauptbahnhof von Landau: Mein Cola-Vorrat war alle und ich war erfreut, für 3 Euro einen halben Liter Cola Zero erhalten zu können. Die Flasche purzelte in den Ausgabeschacht, fiel aber nicht um. Damit versperrte sie das Öffnen der Ausgabeklappe! Fast hätte ich meine Finger in der Ausgabeklappe eingeklemmt bei dem Versuch die Cola-Flasche umzustoßen. Ralf zerlegte schließlich seinen Wanderstock und der war schmal genug, um die Flaschhe durch den schmalen Spalt umzustoßen. So konnte ich meinen Durst dann doch noch löschen!

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