Montag, 23. März 2026

Eifelsteig, Etappe 1

Heute ging es von Kornelimünster nach Roetgen, eine Strecke von knapp 16 km und etwa 360 Höhenmeter bergauf. Eigentlich eine leichte Strecke, aber für fast alle von uns war es die erste längere Strecke in 2026 mit relevanten Steigungen. Wir haben länger gebraucht, als wir gedacht hatten (von 9:40 Uhr bis 15:20 Uhr), aber es hat uns sehr gut gefallen.

Am Start in Kornelimünster ist uns eine Markierung des Wasserstandes während der Ahr-Flut in 2021 aufgefallen. Das war ganz schön erschreckend, selbst ich hätte dort nur schwimmen können.

Wasserstandsmarke

Die Trasse der Vennbahn ist uns während des Tages mehrfach begegnet. Zunächst konnten wir sie bei zwei Viadukten entdecken, unterwegs gab es einen Pausenplatz an der Vennbahn und am Ende der Etappe sind wir ihr am ehemaligen Bahnhof Roetgen erneut begegnet.

Iterbach Viadukt -
da waren wir gestern Abend oben!


Falkenbach Viadukt

Die Wegführung und die Beschilderung hat uns gut gefallen. Häufig ging es über schmale Waldwege, manchmal mit ziemlich viel Wurzelwerk. Dabei ging es auch ordentlich auf und ab - mit Rucksack war das ganz schön anstrengend.

Gute Wegführung

Nur noch 313 km bis Trier!

Es ging steil nach oben!

Die Folgen der Ahrtal-Flut von 2021 begegneten uns bei einer Umleitung wegen einer zerstörten Brücke. Aber auch diese Stelle war hervorragend ausgeschildert!

Umleitung 

Bei einer längeren Pause verwöhnte uns Thomas mit seinen Aachener Printen, die wir inzwischen als Diät-Printen bezeichnen. Sie sind mit Schokolade überzogen und haben einen hohen Nuss-Anteil. Die klassischen Printen haben zwar keine Schokoladenglasur, aber statt Nüssen verwenden sie Kandiszucker, was zu einer höheren Kaloriendichte führt.

Thomas verteilt Printen

Der Weg führte im letzten Drittel noch über ein Hochmoor mit dem Namen Struffelt. Komplett mit Bohlensteg und allem was dazu gehört. Das hatten wir nicht erwartet und waren angenehm überrascht.

Bohlensteg im Struffelt-Hochmoor

Bis zu diesem Hochmoor hatten wir einen langen Anstieg und immer, wenn wir uns einer Kuppe näherten, witzelte Björn, dass man dahinter das Meer sehen könnte. Am Ende behielt er überraschenderweise recht, auch wenn es nur die Dreilägerbachtalsperre war.

Dreilägerbachtalsperre

Jetzt waren es nur noch 3 Kilometer bis zum Etappenziel und zum Schluss liefen wir auf der Trasse der Vennbahn. Hier lohnt sich ein Blick auf den Grenzverlauf, denn die Trasse der Vennbahn ist in diesem Abschnitt seit dem Ende des ersten Weltkriegs belgisches Staatsgebiet, links und rechts der Trasse liegt Deutschland. Wir sind also heute schon etwas durch Belgien gelaufen, morgen werden wir dort noch mehr wandern als heute.

Grenzverlauf

Wir haben im Hotel zu Abend gegessen und dabei wieder das nette Ehepaar getroffen, das uns unterwegs schon mehrfach begegnet war. Sie sind auch für 4 Tage auf dem Eifelsteig unterwegs, haben allerdings ein Arrangement mit Gepäcktransport gebucht. Mal sehen. ob man sich wieder trifft ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen