Mittwoch, 25. März 2026

Eifelsteig, Etappe 3

Heute ging es von Monschau nach Einruhr, eine sehr anspruchsvolle Etappe mit ca. 25 km und über 700 Höhenmetern bergauf. Wir sind um 8 Uhr gestartet und kamen um 17:10 Uhr in unserer Pension an. Nach 2,5 Stunden sah das noch gar nicht danach aus, denn wir hatten nur 3,5 km geschafft! In dem Tempo wären wir weit nach Sonnenuntergang erst angekommen. Zum Glück erwiesen sich die restlichen 21,5 Kilometer als nicht so technisch schwierig wie die ersten 3,5 Kilometer. 

Wir starteten in der Altstadt von Monschau mit einem Foto vor dem roten Haus für einen virtuellen Cache. 

Logfoto für den virtuellen Cache

Schnell führte der Weg steil nach oben, so dass wir diesmal einen Blick auf die andere Seite der Burg bekamen.

Burg Monschau

Der nächste Anstieg führte dann hinauf zu den Felsen Teufelsley und Engelsley, zu denen es folgende Legende gibt:

Als der Teufel merkte, dass die christliche Bevölkerung zu Reichenstein im oberen Rurtal ein Kloster zu bauen begann, wollte er die Arbeiten gewaltsam beenden und einen riesigen Felsen auf die Baustelle werfen. Hier trat ihm ein Engel in den Weg mit einem noch mächtigeren Felsen und bezwang den Bösen, der seinen Felsen fallen ließ, der Engel anschließend natürlich auch.

Elke konnte nicht widerstehen,
als Loreley zu posieren

Dies war alles noch auf dem technisch schwierigen Abschnitt, der steile An- und Abstiege aufwies. Der Weg war alles andere als eben und wies Wurzelwerk und Felspassagen auf. Aber er war zugegeben wunderschön: Bjørn hatte sogar das Gefühl, das jederzeit ein Troll hinter dem nächsten Baum hervorschauen könnte.

Der nächste Abschnitt führte am Trinkwasserspeicher Perlenbachtalsperre entlang, bevor uns der nächste Anstieg auf die Hochebene bei Höfen brachte. Dort konnten wir vor dem ersten Regen des Tages in das Restaurant "Alte Molkerei" flüchten. Leckere Torten brachten uns neue Energie für den nächsten Abschnitt. Wir hatten Glück, denn das Restaurant hat uns noch vor seiner Premiere nach 3 Monaten Pause als erste Gäste hineingelassen.

Leckere Stachelbeertorte

Danach ging es erst einmal lange bergab und wir konnten gut Kilometer machen. Aber dann ging es wieder auf und ab und wir sehnten uns danach, dass die Kilometerschilder nach Einruhr einstellige Zahlen zeigen. Irgendwie schien sich jeder Kilometer länger hinzuziehen und die Einstelligkeit ließ weiter auf sich warten. 

Thomas kauft einen Glücksstein

Inzwischen hatte es richtig angefangen zu regnen, zu hageln und zu schneien. Auch Gewitterdonner war zu hören. Die schlimmsten 10 Minuten konnten wir bei einer Pause in einer Wanderhütte aussitzen.

Schließlich waren es endlich nur noch 9 Kilometer bis zum Ziel, die Einstelligkeit war erreicht! Einen Kilometer weiter gab es einen Campingplatz und wir freuten uns schon auf eine Currywurst mit Pommes. Die Gaststätte öffnete aber erst um 15 Uhr und deshalb haben wir Printen und Snickers in einer Gemeinschaftshütte des Campingplatzes genossen.

Gemeinschaftshütte des Campingplatzes

Während unserer Pause hörte es endlich auf zu regnen und wir konnten die letzten 8 km im Trockenen laufen. Da waren noch 8 km mit 3 Anstiegen von insgesamt 200 Höhenmetern zu bewältigen. Wir haben es am Ende ganz gut geschafft und waren sehr froh, endlich unseren Zielort Einruhr zu sehen.

Einruhr auf ein Uhr!

Am Zielort schienen alle Restaurants am Mittwoch geschlossen zu sein. Aber das Hotel Seemöwe hatte auf und wir konnten unser wohlverdientes Landbier genießen!

Eifeler Landbier



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen