Für heute war die Strecke von Gemünd nach Nettersheim geplant. Mit fast 28 Kilometern und knapp über 600 Höhenmetern bergauf war sie so lang, dass Elke und Björn schon gestern Abend beschlossen, nur bis Kloster Steinfeld zu laufen und dann den Bus zu nehmen. Für mich kam das natürlich nicht infrage, denn dann würde ja ein hässliches Loch des Eifelsteiges übrig bleiben, welches später gestopft werden müsste. In der Nacht kam es aber anders, denn ich bekam einen starken Ischias-Anfall. Der Auslöser ist mir nicht ganz klar, aber der Anfall war so heftig, dass selbst der nächtliche Gang zum Klo zur Herausforderung wurde.
Schweren Herzens löste ich mich von dem Gedanken, heute zu wandern. Stattdessen fuhr ich mit dem Taxi zum Kloster Steinfeld. Dort konnte ich in Ruhe und ohne Gepäck einige Schritte machen, um meinen Ischiasnerv zu beruhigen.
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| Kloster Steinfeld |
Das Kloster wurde vor mehr als 900 Jahren gegründet und natürlich mehrfach umgebaut. Ende des 18. Jahrhunderts erhielt es seine gegenwärtige Form mit der großen Umfassungsmauer.
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| In der Basilika |
Mein erstes Ziel war das Labyrinth. Es hatte keine Verzweigungen, d.h. das Verirren war unmöglich. Dafür musste man aber ungefähr 600 Schritte gehen, bis man das Kreuz in der Mitte erreichte.
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| Im Labyrinth, kurz vorm Ziel |
Ich wollte heute wenigstens meine täglichen 10000 Schritte machen, deshalb habe ich das Gelände ausgiebig erkundet.
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| Einfahrt zum Innenhof |
In der Basilika habe ich den Ratschlag unserer Wirtin befolgt und dem heiligen Hermann-Josef einen Apfel gebracht. Dann würde alles wieder gut werden. Die Idee hatten heute schon mehr Leute, siehe Bild.
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| Apfelgaben für den heiligen Hermann-Josef |
Auf dem Gelände gibt es noch eine Schule mit Sportplatz, einen Garten der Stille, Gästehäuser und einen Kreuzgang mit Refektorium. Das machte alles einen sehr gepflegten Eindruck.
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| Garten der Stille |
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| Innenhof des Kreuzgangs |
Ich wartete auf einer Bank in der Sonne, bis Björn, Elke und Thomas gegen 14:30 Uhr eintrafen. Weil es doch etwas frisch war, zogen wir uns bald ins Klostercafé zurück und aßen dort zu Mittag. Besonders gut waren hier das Brot, der Senf und die Brotaufstriche - neben dem Klosterbier natürlich!
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| Klostermahlzeit |
Wir machten dann noch gemeinsam einen Rundgang, wobei mir das Beobachten der drei anderen im Labyrinth besonderen Spaß machte. Wo Björn und Thomas waren, konnte man immer gut identifizieren, während Elke nur in der Form einer schwebenden schwarzen Mütze in Erscheinung trat.
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| Nochmal im Labyrinth |
Zum Zielort ging es dann mit dem Taxi. Das Zimmer ist etwas ungewöhnlich mit der Dusche mittendrin und einem kubischen Bettgestell, aber damit kommen wir schon zurecht.
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| Zimmer mit Dusche und kubischem Bettgestell |
Mir geht es inzwischen besser. Die anderen drei konnten mich aber davon überzeugen, dass es keine gute Idee sei, die verpasste Etappe bereits morgen nachzuholen. Da brauche ich wohl Dörte gar nicht erst zu fragen ...
Weiter geht es hier im Blog mit einer Wandertour entlang der deutschen Weinstraße in ein paar Tagen.










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