Samstag, 4. April 2026

Weinwanderweg, Etappe 2

Heute ging es von Bad Dürkheim nach Neustadt an der Weinstraße, dem Standort unseres Hotels. Die Strecke war knapp 16 km lang und hatte etwas weniger als 400 Höhenmeter bergauf. Es war also eine leichte Etappe und wegen der kurzen Anreise und Ankunft direkt am Hotel waren wir schon um kurz nach 14 Uhr mit dem Wandern fertig. Zeit genug für den Einkauf zusätzlicher Cola-Vorräte über Ostern, eine Dusche und dann live Fernsehen gucken, was Werder Bremen macht. Natürlich haben sie verloren!

Die Strecke ging heute selbstverständlich wieder durch Weinberge, hatte aber einen höheren Anteil von Wohnstraßen in Dörfern. Das fanden wir nicht so gut, aber es gab trotzdem etwas zu fotografieren.

Bunte Osterdekoration

Es fiel uns ein Tor auf, welches für alle Handwerkszünfte die Zunftwappen eingearbeitet hatte.

Tor mit den Zunftwappen

Hier die Liste der Zünfte

In den Weinbergen sahen wir nur von weitem einen Flaggenturm. Es gab auch wieder Weinschänken am Weg und sogar eine reguläre Waldgaststätte mit dem Namen Pfalzblick. Dem Namen machte diese Gaststätte allerdings nur teilweise Ehre, denn es war meist diesig und es gab einiges an Nieselregen. Dafür gab es aber Bratwürste für mich und einen Pfälzer Wurstteller für Ralf.

Bratwürste für mich zum Mittagessen

Flaggenturm auf einem Berg, den wir nicht bestiegen haben

Häufig findet man Informationstafeln an diesem Wanderweg, das sind einfach zu viele, als dass man sie alle durchlesen könnte. Aber manches bleibt hängen, zum Beispiel die Lage "Forster Ungeheuer".  Otto von Bismarck soll den Spruch geprägt haben: "Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer." Mir persönlich gefällt dieses kleine Gedicht besser:

Geht’s dir im Leben einmal gut
Und ist dir nichts zu teuer,
Dann, lieber Freund, mit frohem Mut
Trink Forster Ungeheuer!

Doch geht es dir erbärmlich schlecht
In dieser Welt Gemäuer,
Dann, lieber Freund, und dann erst recht
Trink Forster Ungeheuer!

Nach der Mittagspause liefen wir durch den Ort Gimmeldingen und wunderten uns über ein Schild "Vorsicht vor dem Hunde", denn das Riesengespenst im ersten Stock erschien uns gefährlicher ...

Was macht das Gespenst im ersten Stock?

Jetzt waren es nur noch 4 Kilometer bis zum Ziel. Es ging - wie oben schon beschrieben - durch Wohnstraßen bis nach Neustadt hinein. Dort konnten wir noch einige herrschaftliche Einfahrten zu Weingütern sehen. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Unternehmen hier vom Wein leben!

Prachtvolles Tor zu einem Weingut in Neustadt

Zu guter Letzt muss ich noch von den Elwetritschen berichten. Dies Hühner-ähnlichen Fabelwesen gibt es nur in Süddeutschland und angeblich kann man sie nur in dunklen Neumondnächten mit einem Sack und einer Öllampe fangen. Wir haben sie leider nicht in echt gesehen, aber die Figuren am Elwetritsche-Brunnen haben uns gut gefallen.

Elwetritsche-Brunnen

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