Montag, 13. April 2026

Eifelsteig, Etappe 6

Heute habe ich die Wanderung auf dem Eifelsteig fortgesetzt, diesmal begleitet von Michael. Er hat mich schon 2022 und 2023 auf Abschnitten des Wanderwegs der Deutschen Einheit begleitet und beim Eifelsteig ist er auf den Etappen 6 - 10 dabei.

Die heutige Etappe führte uns von Nettersheim nach Ripsdorf, eine Strecke von etwas über 22 Kilometern mit etwa 430 Höhenmetern bergauf. Dafür brauchten wir knapp 8 Stunden inklusive Pausen.

Start in Nettersheim

Kurz nach dem Start entdeckten wir restaurierte Kalkbrennöfen aus dem 19. Jahrhundert. Man verwendete sie damals, um Branntkalk als Grundstoff für Baumaterialien zu erzeugen.

Kalkbrennöfen

Der Weg führte entlang der alten Römerstraße von Köln nach Trier und hier hat man 2009 die Überreste einer römischen Siedlung entdeckt.  Daraus hat man dann einen archäologischen Landschaftspark gemacht - aber so viel zu entdecken habe es dort auch wieder nicht. Immerhin haben wir die Reste der abgebildeten Säule gesehen.

Archäologischer Landschaftspark 

Wir konnten auch ein paar Tiere sehen, bevor sie sich vor uns versteckten. Könnt Ihr die kleine dunkelgraue Maus entdecken?

Wo ist die Maus?

Als Zwischenziel wurde immer wieder Tiergartentunnel angezeigt und wir waren schon gespannt, was uns dort erwarten würde. Es war schließlich ein erst 1997 wieder entdeckter Tunnel aus dem 15. Jahrhundert zur Wasserversorgung der Burg Blankenheim. Der Tunnel war immerhin 180 Meter lang unter dem Höhenrücken "Tiergarten" und für die damalige Zeit eine technische Meisterleistung.

Abfluss des Tiergartentunnels

Die Burg Blankenheim ist heute eine Jugendherberge und im gleichnamigen Ort sind wir zu Mittag eingekehrt. Der Ort kam mir sehr gekannt vor: Ich glaube, dass ich im Oktober 2013 mit Dörte auf einer Vorbereitungstour für die große Fahrradtour "Cuxstanbul" schon einmal hier eingekehrt war.

Burg Blankenheim ist jetzt eine Jugendherberge

Nach dem Mittagessen blieben noch etwa 8 Kilometer übrig. Daraus wurden dann 9 Kilometer, weil es auf dem Weg zur Hütte am Brotpfad eine Umleitung gab. Immerhin war diese Umleitung sehr gut ausgeschildert. Ganz allgemein gilt: Man kann sich auf die Beschilderung ziemlich gut verlassen, denn die ist vorbildlich.

Ausgeschilderte Umleitung

Die Hütte am Brotpfad ist ein Schmuckstück unter den Wanderhütten hier, da musste man einfach eine Pause machen.

Hütte von innen

Die Hütte wurde an diesem Ort errichtet, weil hier 1904 einmal ein kleines Mädchen, das sich verirrt hatte, erfroren ist. Daran erinnert auch ein immer wieder neu errichtetes Kreuz.

Hütte am Brotpfad mit Osterschmuck

Der restliche Weg war ohne besondere Vorkommnisse. Wir mussten uns allerdings am Ende noch einmal anstrengen, weil der Zielort oben auf dem Berg liegt. Insgesamt war der Weg heute sehr schön geführt und erforderte genau dass richtige Maß an Anstrengung für den Auftakt einer Wanderwoche. 

Eifelpanorama kurz vor dem Ziel

Heute ist Montag und deshalb Ruhetag, aber der Hofladen hatte geöffnet und wir haben uns dort mit Brötchen, Aufschnitt, Würstchen und Apfelsaft fürs Abendessen versorgt. Das ist alles schon verputzt und war sehr lecker.

Von zwei Missgeschicken muss ich noch berichten: Beim täglichen Cache musste ich meinen Rucksack absetzen und dabei habe ich mein Regencape verloren. Lösung: Ab jetzt scheint nur noch die Sonne! Außerdem habe ich mein Ladekabel im Hotelzimmer in Nettersheim liegen lassen. Lösung: Michael hat einen Ersatzstecker dabei. Sowas darf uns aber nicht jeden Tag passieren!

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